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Die Heldenburg bei Salzderhelden

Burg und Residenz im Fürstentum Grubenhagen


Die Heldenburg bei Salzderhelden, Stadt Einbeck, Landkreis Northeim, zählt zu den wichtigen Burgen in Südniedersachsen.

Sie wurde im Jahr 1306 erstmals schriftlich erwähnt, für das Jahr 1321 ist die Bezeichnung als castrum Helden überliefert. Die Heldenburg war Residenzort der Herzöge von Braunschweig und für die Verwaltung ihrer Besitzungen im Amt Grubenhagen von einiger Bedeutung: Die Burg lag strategisch günstig im westlichen Teil des Fürstentums und war nicht weit von der politisch und finanziell mächtigen Stadt Einbeck entfernt – nicht zuletzt deshalb wählten die Herzöge sie zur Hauptresidenz. Diese Funktion hatte die Heldenburg, abgesehen von einigen kurzen Unterbrechungen, von 1320 bis 1596 inne und blieb Wohnsitz der Herzöge von Braunschweig-Grubenhagen, bis diese Welfenlinie 1596 ausstarb.

Heute ist die Heldenburg eine Ruine. Auf Besucher übt eine solche Ruine besondere Faszination aus – unwillkürlich fragt man sich, wie die einzelnen Gebäude einmal ausgesehen haben mögen, wie viele Menschen hier gelebt haben und wie sich das tägliche Leben abgespielt hat.

Seit 2014 hat das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) intensiv zunächst die Sanierung der Heldenburg Salzderhelden und anschließend die Entwicklung eines neuen Beschilderungskonzepts zur besseren Orientierung für Besucherinnen und Besucher der Ruine unterstützt. Ein neuer Rundgang samt Stelen mit QR-Codes präsentiert heute ausgewählte Punkte zur Geschichte der Burg und des Ortes Salzderhelden. Interessierte erfahren Wissenswertes über die einstigen Bewohnerinnen und Bewohner, die Grubenhagener Welfenfamilie, und ihr Leben auf der Heldenburg sowie Informatives über die Burgruine selbst mitsamt den noch sichtbaren Bauteilen und ihrer Baugeschichte. Diese langjährige Auseinandersetzung war gleichzeitig Anlass, sich noch einmal vertieft mit der landesgeschichtlich bedeutenden und herausragenden Anlage zu beschäftigen. Als Ergebnis liegt nun eine umfassende Veröffentlichung vor, die neben den Erkenntnissen der archäologischen Ausgrabungen vor allem die Einbindung der Heldenburg in die Burgenlandschaft von Südniedersachsen untersucht. Die Publikation will anhand ausgewählter, besonders informativer Punkte die Geschichte und Bedeutung der Heldenburg vorstellen – die Reihenfolge der Kapitel entspricht einem kleinen Rundweg über die Burg. Ein ergänzendes Kapitel präsentiert weitere interessante Burgen aus dem heutigen Landkreis Northeim und will zu einem Besuch dieser Anlagen anregen. So können die Denkmale erfahren werden, und die Vielfalt der Burgenlandschaft wird erlebbar.

Eine Vorstellung des Bandes durch die Autorinnen und Autoren, verbunden mit einer Präsentation der neuen Beschilderung, findet am 20. November 2019, ab 19.00 Uhr eine Buchvorstellung Alten Rathaus, Marktplatz 12, 37574 Einbeck, statt.

Die Heldenburg bei Salzderhelden  

Die Heldenburg bei Salzderhelden – Burg und Residenz im Fürstentum Grubenhagen

Von Markus C. Blaich, Sonja Stadje, Kim Kappes, unter Mitarbeit von Anne-Kathrin Fricke-Hellberg und Arnd Hüneke und mit einem Beitrag von Stefan Teuber
Wegweiser zur Vor- und Frühgeschichte Niedersachsens 32
Florian Isensee Verlag GmbH, Oldenburg, 2019
148 Seiten, 135 größtenteils farbige Abbildungen
12,80 EUR
ISBN 978-3-7308-1581-6

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