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Deutscher Preis für Denkmalschutz 2019 an Ernst Greten

Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verleiht in diesem Jahr den Deutschen Preis für Denkmalschutz unter anderem Ernst Greten, der für sein außergewöhnliches Engagement bei der denkmalgerechten Restaurierung und Instandsetzung des Fagus-Werks in Alfeld ausgezeichnet wird.

Als Eigentümer und Gesellschafter des Unternehmens hat er aktiv dazu beigetragen, dass das von Walter Gropius 1911 erbaute und heute zu den herausragenden Beispielen moderner Architekturgeschichte zählende Werk in seiner Substanz erhalten blieb und hat darüber hinaus sogar seinen historischen und denkmalpflegerischen Wert erhöht (2011 in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen). Die Einrichtung eines Werksmuseums, Durchführung von Tagungs- und Kulturveranstaltungen in den Produktionshallen sowie die Einrichtung eines multimedialen Welterbezentrums waren nicht vorrangig seinem wirtschaftlichen Vorteil dienend, sondern viel mehr von denkmalpflegerischen Erwägungen geleitet. So wurde auch der das Erscheinungsbild prägende Industrieschornstein erhalten, obwohl er seit Jahrzehnten keine Funktion mehr erfüllt. Greten steht damit für einen Eigentümer, der in beispielhafter Weise über Jahrzehnte Verantwortung für den behutsamen, denkmalgerechten Erhalt des Industriedenkmals übernommen hat. Er wird mit dem Karl-Friedrich-Schinkel-Ring ausgezeichnet.


Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bunderepublik Deutschland. Die Auszeichnung kann, neben dem Karl-Friedrich-Schinkel-Ring, in folgenden Kategorien verliehen werden: Die Silberne Halbkugel, der Journalistenpreis und der Internetpreis.


Die Silbernen Halbkugeln erhalten:

Besucherbergwerk Förderverein F60 e. V. (Brandenburg)

Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs e. V. (Sachsen-Anhalt)

Stiftung Oldenburg Wall e. V. (Schleswig-Holstein)

Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e. V. (Hessen)

Dr. med. Volker Kielstein (Thüringen)

Dipl. Ing. Patrice Wijnands (Baden-Württemberg)


Den Journalistenpreis erhalten:

Wiebke Keuneke (Deutschlandfunk)

Joachim Frank und Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (Köln Stadt-Anzeiger)

Max Fellmann und Daniela Gassmann (Süddeutsche Zeitung Magazin)

Herbert Stiglmaier und Frank Meißner (Bayrischer Rundfunk)

Robert H. Schumann und Günther Wittmann (Medienwerkstatt Franken e. V.)


Der Internetpreis wird in diesem Jahr nicht vergeben.


Die Preise werden am 28. Oktober 2019 in der Aula der Landesschule Pforta in Naumburg durch das Nationalkomitee für Denkmalschutz feierlich überreicht.


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