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Mühlen im Emsland am Tag des offenen Denkmals

Vorstellung des neuesten Bandes der Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen durch die Autoren und das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege am Tag des offenen Denkmals, 12. September 2021, 11.00 Uhr, im Mühlenmuseum Haren, Landegger Str., 49733 Haren (Ems).

Mit dem neuesten Band der Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege setzen die renommierten Mühlenexperten Rüdiger Wormuth und Wolfgang Neß die Vorstellung von Mühlenlandschaften des Landes Niedersachsen fort und betrachten das Areal des Landkreises Emsland.

Im Emsland hat sich eine dichte und vielfältige Mühlenlandschaft ausgebildet, die sowohl Wasser- als auch Windkraft nutzte; neben die üblichen Getreidemühlen traten Sondernutzungen wie Papiermühlen oder Brettmühlen z.B. für den Schiffbau in Papenburg, typisch waren Zichorienmühlen zur Herstellung von Kaffee-Ersatz aus Zichorienwurzeln, Strumpfwasch- und Walkmühlen, die bei der Verarbeitung der reichlich gewonnenen Schafwolle zum Einsatz kamen, sowie Buchweizenmühlen, in denen der auf den armen Böden häufig angebaute Buchweizen zu Mahl- und Braugut wurde. Rüdiger Wormuth und Wolfgang Neß machen die Leserinnen und Leser mit dieser Vielfalt und spezifischen Fragen der Landestopografie, der Mühlentechnik, der politischen und der verwaltungsrechtlichen Situation im Emsland sowie ausgewählten Mühlenrestaurierungsprojekten bekannt. Im Katalogteil dokumentieren sie nicht nur den heute noch vorhandenen Bestand an Mühlen, sondern beleuchten die gesamte Mühlenlandschaft Emsland anhand historischer Akten und Karten. Eine reiche Bebilderung ermöglicht interessante Einblicke in eine bedeutende Gattung von Kulturdenkmalen.

Mit dem Tag des offenen Denkmals wurde bewusst ein ganz besonderer Termin für die Präsentation gewählt, an dem regionales Kulturerbe und Denkmalpflege im Fokus der Öffentlichkeit in Niedersachsen und bundesweit stehen. Mehr als 7.500 Denkmale in ganz Deutschland laden jedes Jahr an diesem Sonntag zum Besuch ein. Sie öffnen ihre Türen und bieten zahlreiche Sonderführungen an, die bisher unbekannte Aspekte von Denkmalen beleuchten. 2021 steht der Tag unter dem Motto »Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege«.

Auch der Veranstaltungsort könnte geeigneter nicht sein: Im Müllerhaus der Wall- und Durchfahrtsholländermühle in Haren werden 50 maßstabsgetreue Modelle verschiedener Mühlenarten gezeigt und machen deren Funktionen und Besonderheiten deutlich. In der Präsentation »Vom Korn zum Brot« geht es um die Entwicklung des Getreideanbaus von der Jungsteinzeit bis heute. Zudem führt das gesamte Museumsareal das Leben einer Müllersfamilie im letzten und vorletzten Jahrhundert vor Augen. Dazu gehören das Backhaus, eine restaurierte Motormühle, der Bauerngarten und natürlich die liebevoll instand gehaltene Mersmühle von 1825.

Coronabedingt bitten wir um eine vorherige Anmeldung per Mail (presse@nld.niedersachsen.de) oder telefonisch (05119255263). Aufgrund der geltenden Bestimmungen ist die übliche 3G-Regel (geimpft-getestet-genesen) eine wichtige Voraussetzung für die Zusammenkunft. Um einen Nachweis wird gebeten.

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