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Denkmal-Handwerker-Preis 2020 in Niedersachsen

Mit dem „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ werden auch im Jahr 2020 Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer, Handwerkerinnen und Handwerker in Niedersachsen ausgezeichnet. Da der für den 3. November 2020 vorgesehene Festakt zur Preisverleihung in diesem Jahr ausfallen muss, gratulierte Ministerpräsident Stephan Weil in einer Videobotschaft den Preisträgerinnen und Preisträgern: „In Niedersachsen haben wir über 90.000 Baudenkmäler. Wir wissen, was notwendig ist, um diese Erbstücke zu pflegen. Wir brauchen engagierte Eigentümerinnen und Eigentümer, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und auch selbst Freude daran haben, ihre Erbstücke zu pflegen. Unverzichtbar aber sind auch Handwerkerinnen und Handwerker, die die Baudenkmäler engagiert und oft mit Leidenschaft herrichten. Wir haben herausragende Beispiele für beide Gruppen in Niedersachsen.“ Hans Peter Wollseifer, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), erinnerte daran: „Denkmalpflege erfordert spezielle Kenntnisse und stellt hohe Anforderungen an die Gewerke. Es ist dieses immaterielle Kulturerbe der speziellen Kenntnisse und Fertigkeiten, das nicht verloren gehen darf. Die ausgezeichneten Handwerkerinnen und Handwerker haben bewiesen, dass sie Denkmale vorbildlich erhalten können.” Auch Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz freute sich darüber, dass mit den fünf Preisträgern in Bunde (Haus Groeneveld), Goslar (Patrizierhaus), Langwedel (Häuslingshaus), Karoxbostel (Wassermühle) und Wolfenbüttel (Steckhof) Förderprojekte der DSD ausgezeichnet werden: „Die ausgezeichneten handwerklichen Leistungen zeigen das individuelle Können und traditionelle Einzelanfertigungen. Während ansonsten in der Bauwirtschaft industrielle Produktion, Industrienorm und Effizienz immer mehr die Rahmenbedingungen für das Bauen setzen, haben in der Denkmalpflege berufliche Erfahrung und individuelle Anfertigungen weiterhin ihren Wert.“ Auch das niedersächsische Handwerk freut sich über das vielfältige Engagement von Eigentümerinnen und Eigentümern sowie die vielen verschiedenen Gewerke, was auch Mike Schneider, Präsident des Niedersächsischen Handwerktags betont: „Die Eigentümerinnen und Eigentümer wollen Ihre Denkmäler und deren Geschichte der nachfolgenden Generation erhalten und nehmen viel dafür auf sich. Diese Liebe zum Denkmal überträgt sich auch auf die beteiligten Handwerkerinnen und Handwerker. Deren Spezialisierung und Liebe zu alten Fertigkeiten verdienen ebenfalls besondere Anerkennung und Wertschätzung. Hierfür steht der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“.

Der von der Stiftung gemeinsam mit dem Zentralverband gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern an private Eigentümer verliehen, die bei der Bewahrung ihres Denkmals in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk Herausragendes geleistet haben. Die an den Restaurierungsmaßnahmen beteiligten Handwerksbetriebe werden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet, für die privaten Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer ist der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege pro Bundesland mit jeweils 15.000 Euro dotiert. Im Jahr 2020 wurde der Preis in den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen ausgeschrieben, 2021 stehen Hessen und Schleswig-Holstein an.

Die aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege, der Architektenkammer und der Ingenieurskammer Niedersachsen, Vertretern des Niedersächsischen Handwerkstags sowie des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bestehende Jury betonte die allgemeine Qualität der eingereichten Projekte sowie der beteiligten Handwerkerinnen und Handwerker, Architektinnen und Architekten.

Weitere Informationen: https://www.denkmalschutz.de/presse/archiv/artikel/denkmal-handwerker-preis-2020-in-niedersachsen.html

Kontakt:

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz
Leitung Pressestelle

Tel. 0228 9091 - 404
Fax 0228 9091 - 409
thomas.mertz@denkmalschutz.de

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