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Bauhaus-Ausstellung eröffnet mit Bach-Konzert im Fagus-Werk

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Bauhaus-Gründung zeigt die Wanderausstellung »Auf dem Weg zum Bauhaus – Das Erwachen der Moderne in Niedersachsen« des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege Vorläufer und das kulturelle Umfeld des Bauhauses und richtet damit den Blick auf dessen Innovationskraft, aber auch auf Wegbereiter der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Bereits 1911, acht Jahre vor der Gründung des Bauhauses in Jena, hatte der Architekt Walter Gropius mit dem Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld die weltweit erste Inkunabel der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts geschaffen. Die überragende innovative Leistung von Gropius vor dem Ersten Weltkrieg lässt sich nachvollziehen, wenn man das Fagus-Werk mit der historistischen Architektur vor 1914 vergleicht. Dabei setzt sich der große Wurf von Gropius von den Gestaltungsweisen der Reformarchitektur, des Jugendstils, des Expressionismus und erst recht von denen des Historismus einschließlich seiner grandiosen ingenieurstechnischen Errungenschaften ab.

Bauhaus-Ausstellung (Fagus-Werk)  

Das Anliegen der Ausstellung ist es, die Unterschiede zwischen dem Fagus-Werk auf der einen Seite und den zeitgleichen Stilarchitekturen auf der anderen Seite zu zeigen. Denn die herkömmliche Architektur stellt die Welt dar, aus der Gropius mit seinen Entwürfen ausgebrochen ist, um etwas Innovatives, etwas radikal Neues zu schaffen. Der Wandel von Architektur und Städtebau vom Historismus zur Moderne wird verständlich, wenn man die in der Ausstellung gezeigten Exponate, die vor und nach dem Ersten Weltkrieg in Niedersachsen entstanden, miteinander vergleicht.

Nach Stationen in Hannover, Wolfsburg, Osnabrück, Bad Pyrmont, Worpswede und Celle wird die Ausstellung bis zum 14. November auch im Fagus-Werk selbst gezeigt. Zur Eröffnung an diesem besonderen Ort am 10. Oktober, 19.00 Uhr, spürt der junge israelische Mandolinist und Lautenist Alon Sariel deutschen Traditionen im gerade neu gegründeten Tel Aviv der 1930er-Jahre nach. Symbolisch dafür stehen Werke israelischer Komponisten wie Yehezkel Braun (1922–2014) den Kompositionen Johann Sebastian Bachs (1685–1750) gegenüber. Das von der Stiftung Niedersachsen geförderte Duo-Programm »Bach in der weißen Stadt« mit dem in Tel Aviv geborenen Michael Tsalka am Piano wird somit nicht nur zum Echo der tief verwurzelten Bachliebe der Emigranten. Gleichzeitig bildet es eine Brücke bis in die Gegenwart.


Bach in der weißen Stadt

Konzert zur Eröffnung der Ausstellung »Auf dem Weg zum Bauhaus – Das Erwachen der Moderne in Niedersachsen« mit Alon Sariel (Mandoline) und Michael Tsalka (Klavier)

Wo:
Fagus-Werk Alfeld, Hannoversche Str. 58, 31061 Alfeld (Leine)
Das Konzert findet im Tagungszentrum statt
Wann: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19.00 Uhr (Konzert)
11. Oktober–14. November 2019 (Ausstellung)

Programm:

Grußworte
Karl-Heinz Duwe (Fagus-Verein)
Dr. Christina Krafczyk (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege)

Einführung in die Ausstellung
Dr. Reiner Zittlau (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege)

Musik
Alon Sariel (Mandoline)
Michael Tsalka (Klavier)
Mit Werken von Johann Sebastian Bach und Yehezkel Braun

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